Tating

 

Die Stadt Niebüll profitiert von Sylt. Die Attraktivität der Insel lässt die Stadt wachsen und zu einem lebendigen Ort werden.

 

Warum nutzt das Dorf Tating nicht die ähnliche Situation vor St. Peter-Ording?

Und zwar auf zweifache Weise: einmal als touristischer Ausflugsort für Radfahrer, vielleicht auch (Auto)Wanderer und zweitens als Wohnangebote für Pendler nach St. Peter-Ording.

 

Tating hat eine Reihe von kultur-historischen Besonderheiten, die teilweise sogar eiderstedtische Alleinstellungsmerkmale sind.

Bekannt ist der "Hochdorfer Park" mit Haubarg, das "Schweizer Haus und Ruine" und bekannt ist die Kirche als älteste Kirche im Spatenland (eingedeichtes Land).

Besonders eigenartig ist die „neugierige“ Straße mit den Fenstern zur „Kontrolle“ (früher gab es noch Spione für die andere Seite).

Zwei Kirchspielkrüge, einen alten (bei der Kirche) und einen neuen (Abraham);

eine verfallende, aber noch typische Meierei und das "Bodewaldsche Haus";

drei ehemalige noch erkennbare Schulen, eine Straße mit Namen, der auf eine friesische Besiedlung (Hauert und Lokert) hinweist, den Höhenrücken, den Don, wo die Tatinger Kanne gefunden wurde, sechs Eichen, die zu besonderen Ehren gepflanzt wurden, eine alte Schmiede, eine Gruft und die Inschriften an den Häusern.

Es gab eine Wasserpumpe an der höchsten Stelle. Hier wurde früher das Tatinger Bier gebraut, denn es galt auf den Höfen als das beste Bier bei den Knechten und Mägden.

 

Tating war früher reich. Leider verkommt das Dorf im Zentrum durch den Verlust der Infrastruktur. Als Ersatz sollte jetzt der Tourismus der neue Motor werden: ein Ausflugsort für Tagesausflügler mit Angeboten der Führung und Versorgung und ein Wohnort für Pendler, die sich in den leerstehenden Häusern einrichten könnten. Vor allem sollte es sich „schmücken“ mit dem Beiwort: Ortsteil von oder bei St. Peter-Ording. Ob man will oder nicht: der Badeort St. Peter ist der Magnet. Man könnte davon profitieren. Den ersten Ansatz macht schon ein St. Peteraner.

 

 

PS. Ich bin in Tating geboren (in der Tatinger Schule) und habe dort eine schöne Jugend verbracht. Es tut mir leid, dass solch ein kultur-historisches Juwel so vor die Hunde geht.

 

 

Claus Heitmann